Staubläuse

Staubläuse ernähren sich von Schimmelpilzen und Tapeten

Staubläuse sind kleine Insekten von etwa 2 mm Körpergröße. Sie sind durchsichtig oder meistens hell gefärbt. Manche Tiere entwickeln Flügel, was aber nicht zwingend so sein muss. Sie können jedoch nicht fliegen, aber sie springen manchmal in die Luft, wodurch Verwechslungsgefahr mit Flöhen besteht. Staubläuse besitzen eine dreieckige Kopfform, mit seitlich darauf befindlichen Augen. Besonders auffällig sind ihre - im Verhältnis langen - seitlich abstehenden Fühler. Es besteht eine ganzjährige Fortpflanzung, mit einer Generationsfolge von 2-3 Wochen. Die Lebensdauer der Staublaus beträgt 10 bis 12 Wochen. Staubläuse ernähren sich von Schimmelpilzen und auch von stärkehaltigen Materialien wie beispielsweise Tapeten oder Buchseiten. Die Staublaus kommt auf der ganzen Welt und ganzjährig vor. Sie bevorzugt hohe Luftfeuchtigkeit und ist besonders häufig auf Flächen mit Schimmelbefall anzutreffen. In Haushalten ist die Staublaus oftmals in Badezimmern oder an Zimmerpflanzen zu finden. Feuchte Kellerräume oder frisch tapezierte Neubauten können Staubläuse anlocken. 

Staubläuse lieben Feuchtigkeit und können Allergien auslösen

Die Schadwirkung beim Menschen besteht beispielsweise im Auslösen von Allergien. Beim Abfressen von Tapetenschichten hinterlassen sie einen feinen Papierstaub. Sie können Schäden in Bibliotheken durch das Anfressen von Büchern verursachen. Staubläuse gehen auch an offene Lebensmittel. Diese sind danach für den menschlichen Verzehr ungeeignet. Nach Wasserschäden kann durch die Restfeuchte ein Befall auftreten. Auch in der Nähe von durch Schimmel befallenen Stellen sollte man auf das Auftreten von Staubläusen achten. Besteht in Räumen ständig eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, ist das Vorkommen von Staubläusen ebenfalls wahrscheinlich. Mit bloßem Auge sind die Tiere schwer zu erkennen. Befallshinweise ergeben sich oftmals indirekt über bestehende Fraßspuren, z.B. an Tapeten oder angefressenen Kartonagen. 

Kurzfristige Erfolge mit Insektiziden, nachhaltige Bekämpfung durch Reduzierung der Feuchtigkeit

Die Bekämpfung erfolgt durch den Schädlingsbekämpfer meist mittels Spritz- und Sprühverfahren. Teilweise können auch insektizide Stäube verwendet werden. Ob die Schädlingsbekämpfung erfolgreich war, lässt sich durch Sichtkontrollen oder das Ausbringen von Klebeflächen feststellen. Eine wichtige Methode zur Nachsorge, bzw. als Präventivmaßnahme gegen weiteren Befall durch Staubläuse sollten parallel auch immer Maßnahmen zur Absenkung der Raumfeuchtigkeit sein. Dies kann durch Entfernen von Luftbefeuchtern, das Aufstellen von Lüftern oder schlicht ein verbessertes Lüftungsverhalten erfolgen. Teilweise kann auch das Umstellen von Mobiliar eine Besserung bewirken, wenn hierdurch eine verbesserte Luftzirkulation erreicht wird. Auch die Bekämpfung vorhandener Schimmelflächen wirkt unterstützend, da somit eine Nahrungsquelle für die Staubläuse entzogen wird.  

Bilderquellen: Institut für Schädlingskunde, Dr. Felke  (http://www.schaedlingskunde.de/Steckbriefe/htm_Seiten/Staublaeuse-bekaempfen.htm)