Ameisen

Schwarzgraue Wegameisen sind besonders häufig im Frühjahr 

Besonders im Frühjahr dringen Ameisen aufgrund von mangelnder Nahrung in Häuser und Wohnungen ein. Schwarzgraue Wegameisen (Lasius niger) sind ca. 3-5 mm groß und laufen vereinzelt oder auf sogenannten Ameisenstraßen umher. Im Frühsommer treten auch massenhaft geflügelte Ameisen auf (Hochzeitsflug der Geschlechtstiere), die oft aus Fugen von Steinplatten hervorquellen. Ameisen bevorzugen unterirdische Nester. Die Nester befinden sich meistens unter Steinen, Gehwegen oder Terrassenbefestigungen. Häufig findet man Ameisennester auch an der Gebäudesüdseite und entlang von Wärmequellen, hin und wieder auch in Dämmungen oder Hohlräumen von Außenmauerwerk, Einschubböden und Estrich. Ameisen sind staatenbildende Insekten mit einer Königin. Sie bevorzugen zuckerhaltige Nahrung wie Blattlaussekrete, süße Pflanzensäfte und Nektar. Ameisen benötigen aber auch Proteine, wie z.B. Insekten und Würmer.

Bei einem Ameisenbefall sollten zunächst attraktive Nahrungsquellen entfernt oder unter Verschluss gehalten werden. Der Einsatz von Sprühdosen und Hausmitteln, wie z.B. Backpulver, wird nicht empfohlen, da dieser meist erfolglos bleibt und die weitere Bekämpfung des Befalls durch einen Schädlingsbekämpfer behindert. Der Ameisenbefall kann von einem Kammerjäger durch die richtige Anwendung von geeigneten Bioziden getilgt werden. Zur Ameisenbekämpfung eignen sich insbesondere Köderdosen und Fraßgele, die an geeigneten Stellen eingerichtet bzw. angewendet werden. Geeignete Köderstellen sind z.B. Ameisenstraßen und Nesteingänge Von Ameisen belaufene Köderstellen dürfen nicht verändert werden. Um die Ameisenbekämpfung erfolgreich zu gestalten, sollten Duftstraßen nicht beseitigt oder unterbrochen werden. Die geflügelten Ameisen im Schwarmflug nehmen leider keinen Köder auf. Jedoch ist der Hochzeitsflug der Ameisen von begrenzter Dauer und die schwärmenden Tiere richten keinen Schaden an. Die fliegenden Ameisen verschwinden, wenn man ihnen über die geöffneten Fenster Zugang nach draußen ermöglicht.

Neben der Beköderung können zur Bekämpfung weitere Mittel und Methoden angewendet werden. So ist auch das Gießen, Stäuben oder gezielte Injizieren von Langzeitmitteln in den unmittelbaren Nest- oder Nesteingangsbereich erfolgversprechend. Das alleinige Besprühen von einzelnen Tieren oder Ameisenstraßen ist nicht zielführend. Eventuell können aber Barrieren gesprüht oder gespritzt werden, um das Eindringen von Insekten in das Gebäude zu verhindern. Gelegentlich werden Köder nur unzureichend angenommen. Dann muss erneut geprüft werden, ob noch andere attraktivere Nahrungsquellen existieren. Gegebenenfalls muss dann ein anderes, attraktiveres Mittel eingesetzt werden. Ebenso sind bei starkem Befall oder, wenn das Nest zunächst nicht eindeutig lokalisiert werden konnte, eine oder mehrere Nachbehandlungen notwendig.

 

Pharaoameisen: Kleiner, aber gefährlicher

Sehr viel unauffälliger als die Schwarzgraue Wegameise (Lasius niger) ist die Pharaoameise (Monomorium pharaonis). Diese kleinen, honiggelben Tiere sind nur ca. 2 mm groß und bewegen sich meist ebenfalls entlang von Ameisenstraßen. Diese Art wird meist erst dann entdeckt, wenn die Kolonien schon voll entwickelt sind. Pharaoameisen bevorzugen warm-feuchte Bereiche und können ganze Gebäude dauerhaft befallen. Oft gibt es mehrere Befallsherde in einem Gebäude oder Befall breitet sich sogar gebäudeübergreifend aus. Monomorium pharaonis führen keinen Schwarmflug durch und paaren sich in den fast immer unauffindbaren und unerreichbaren Nestern. Eine besondere Gefahr geht von diesen sehr kleinen Schädlingen in Krankenhäusern aus, weil die Tiere dort, angelockt von Blut und Eiter, unter die Wundverbände kriechen können. Auch medizinische Geräte wie Kanülen und Katheter können aufgesucht und verunreinigt werden (Gesundheitsschädlinge). Pharaoameisen können aber auch in Computer eindringen und Systemabstürze verursachen.

Bei der Bekämpfung sind einige wichtige Dinge zu beachten. So dürfen nur spezielle Fraßköder verwendet werden und keine Sprüh- und Spritzmittel. Die Köder müssen im gesamten befallenen Gebäude an den richtigen Stellen der Laufwege platziert werden. Vor der wirkstoffhaltigen Beköderung wird unter Umständen eine Testbeköderung zur Lokalisation durchgeführt, z.B. mit Frischleberködern. Die wirkstoffhaltigen Köder wirken verzögert und werden in die Nester zu den Königinnen getragen. Es müssen solange Köder nachgelegt und Nachbehandlungen durchgeführt werden, bis keine Aktivität mehr feststellbar ist.

Unsere Schädlingsbekämpfer führen im gesamten Rhein-Main-Gebiet und insbesondere in Frankfurt Ameisenbekämpfungen durch, sowohl gegen normale Ameisen (Lasius niger) als auch gegen Pharaoameisen (Monomorium pharaonis). Unsere Kammerjäger bieten unsere Leistungen z.B. auch in Offenbach, Hanau, Mainz, Wiesbaden, Darmstadt und im Taunus an.