Sicherheitshinweise für Kunden

Wichtige Anmerkungen und Sicherheitshinweise zur Nagerbekämpfung:

Nagetierbekämpfungen werden mit antikoagulanten Wirkstoffen durchgeführt. Der Wirkstoff hemmt die Blutgerinnung und macht die Wände der Blutgefäße durchlässig. Wenige Tage nach  Aufnahme der Köder verenden Ratten und Mäuse an inneren Blutungen. Die Köder werden in zugriffsgeschützten Köderstationen und Nagerlöchern verdeckt ausgebracht.

Um eine Vergiftung zu vermeiden, müssen zusätzlich folgende Hinweise beachtet werden:

  • Kinder und Haustiere fernhalten.
  • Warnhinweise beachten.
  • Berührungen mit der Haut und mit den Augen vermeiden, Berührung nur mit Handschuhen.
  • Nach Hautkontakt Köder mit Seife und Wasser abwaschen.
  • Sichtbare Nagerkadaver beseitigen, um Sekundärvergiftungen zu vermeiden.
  • Bei Vergiftungserscheinungen nach versehentlicher Köderaufnahme sofort einen Arzt aufsuchen.
  • Gegengift K1 unter ärztlicher Kontrolle.
  • Nicht angenommene Köder und Reste nach Abschluss der Behandlung der örtlichen Schadstoffsammlung zuführen.
  • Köder nicht in Gewässer gelangen lassen.
  • Unbeschädigte Köderstationen können wiederverwendet werden.

Präventionsmaßnahmen: Um einen Neubefall zu  vermeiden, sollten mögliche Nahrungsmittelquellen sowie Abfall und Unrat beseitigt werden. Zugänge zum Innenbereich wie Spalten, Löcher und Ähnliches sollten unzugänglich gemacht werden. Die genannten Sicherheitshinweise müssen an andere Objektnutzer weitergegeben werden.

 

Wichtige Anmerkungen und Sicherheitshinweise zur Raumvernebelung:

Raumvernebelungen sind teilweise zur Bekämpfung von Hygieneschädlingen, Parasiten oder Lästlingen erforderlich. Gebäude- und Raumnutzer werden über nachfolgende Maßnahmen aufgeklärt, um einen reibungslosen Arbeitsablauf gewährleisten zu können.

  • Vor der Behandlungsmaßnahme: Es wurde nachgefragt und mitgeteilt, ob bei den Gebäude Nutzern Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Schädlingsbekämpfungsmittel, Allergiker oder Personen mit einschlägiger Krankheitsgeschichte (MCS, Sick Building Syndrome. Toxicopy, Giftangst etc.) vorhanden sind. Lebensmittel wurden kontrolliert. Befallene Produkte/Ware wurden sofort aus den Räumlichkeiten entfernt und entsorgt. Auf keinen Fall dürfen befallene Produkte/Ware in Nachbarschaft von anderen Produkten oder im Bereich der Anlieferung zwischengelagert werden. Befallene Bereiche (Regalböden etc.) wurden ausgeräumt und besenrein hinterlassen. Offene oder durchlässig verpackte Lebens- und Futtermittel sowie Speisen und Getränke wurden aus den zu behandelnden Bereichen entfernt oder mittelsicher abgedeckt (z. B. zweifach dicke Plastikfolie, Lebensmittel in den Kühlschrank). Dies gilt auch für Geschirr, Bestecke und alle anderen  Gegenstände, die bei der Verarbeitung und Zubereitung von Lebensmitteln genutzt werden (z. B. Tische, Arbeitsplatten, Maschinen, Behälter usw.). Bedarfsgegenstände (Spielzeug. Bettdecken, Hygiene- u. Kosmetikartikel u. a.) wurden aus den zu behandelnden Bereichen entfernt oder mittelsicher abgedeckt (z. B. zweifach dicke Plastikfolie oder Bettdecken und Textilien in zwei übereinander gestülpte Plastiksäcke). Haus- und Zuchttiere aller Art wurden aus den zu behandelnden Bereichen entfernt. Aquarien wurden abgeschaltet und luftdicht abgedeckt. Zierpflanzen wurden entweder aus den Räumen entfernt oder mit Plastikfolien abgedeckt. Maschinen, Kabelkanäle etc. wurden geöffnet. Empfindliche elektronische Geräte wurden abgedeckt (z.B. dicke Plastikfolie). Rauchmelder, Alarmanlagen u.ä. wurden abgeschaltet und ggf. wurden die zuständigen Behörden (z. B. Feuerwehr) verständigt. Offene Flammen, Öfen und Zündquellen wurden abgestellt. Klimaanlagen sowie Be- und Entlüftung wurden abgeschaltet. Fenster, Türen und Luken wurden geschlossen. Eventuell nicht dicht schließende Wand-, Boden- oder Türdichtungen wurden gegen Präparateverdriftung abgedichtet. Sind die zu behandelnden Bereiche als explosionsgefährdet eingestuft, so wurde uns dieses sofort mitgeteilt.
  • Während der Behandlungsmaßnahme: Der Aufenthalt von Mensch und Tier ist während der Bekämpfungsmaßnahme, der Einwirk- und Lüftungszeit verboten!
  • Nach der Behandlungsmaßnahme: Die Einwirkzeit für die behandelten Räume wird bei jedem Auftrag mitgeteilt. Ist keine Angabe gemacht worden oder keine Information vorhanden, so entspricht dies dem Normalfall von 6 Stunden Wartezeit. Danach sind die Räume mehrere Stunden gründlich quer zu lüften oder die Lüftungsanlage einzuschalten, bis der Fremdgeruch verschwunden ist. Ist keine Angabe gemacht worden oder keine Information vorhanden, so entspricht dies dem Normalfall von 1-2 Stunden Belüftungszeit. Die Wiederbenutzung der Räume kann nach der Lüftung und der Dekontamination von Geschirr und anderen Bedarfsgegenständen (soweit nicht mittelsicher abgedeckt) und von Gegenständen, die voraussichtlich direkten Kontakt mit der Haut oder mit Lebensmitteln haben werden (Arbeitsflächen, Handtücher, Toilettensitze usw.) Eine Dekontamination wird durch ein mindestens 2-faches Scheuern und Wischen mit einer 2- bis 3%igen warmen Sodalösung oder alkalischem Haushaltsreiniger (wenn möglich, pH >12) sowie gründlichem Nachspülen mit Wasser erreicht. Dabei sind entsprechende Schutzhandschuhe (z. B. Haushaltshandschuhe) zu tragen. Sollten gesundheitliche Beschwerden  auftreten. erkundigen Sie sich bei der Firma WEISS Hygiene-Service GmbH, ob die aufgetretenen Symptome mit der Maßnahme in Zusammenhang gebracht werden können, oder wenden Sie sich an einen Arzt. Bitte halten Sie für diesen Fall die Auftragsdokumentation bereit, da auf dieser die verwendeten  Schädlingsbekämpfungsmittel/ Wirkstoffe notiert sind. Alle genannten Hinweise gelten auch für die nachfolgenden Behandlungen. Die Nichteinhaltung der Sicherheitsmaßnahmen kann zu gesundheitlichen Risiken führen. Insbesondere das vorzeitige Betreten der Objekte sowie ungenügende Lüftung und Dekontaminationsmaßnahmen, der Kontakt mit frischen Wirkstoffbelägen sowie das Einatmen und Verschlucken von Insektiziden Präparaten können zu gesundheitlichen Schäden führen.