Silberfischchen

Silberfischchen lieben Feuchtigkeit und Wärme

Das Silberfischchen, oft auch nur Silberfisch genannt, hat einen silbrig glänzenden, karottenförmigen Körper von etwa 1 cm Länge. Am Kopf des Silberfischchen sitzen zwei Fühler, am hinteren Ende drei Schwanzanhänge. Die Körperoberfläche des Silberfischchens ist mit feinen silbergrauen Schüppchen überdeckt. Schon kleine Larven sehen wie die ausgewachsenen Silberfischchen aus. Silberfischchen sind feuchtigkeits- und Wärme liebende Nachtlebewesen, die im Haus an feuchtwarme Standorte wie Bad, Küche und Waschküche gebunden sind. Silberfischchen kommen aber auch im Freiland vor, beliebt sind Vogel- und Wespennester. Tagsüber leben Silberfischchen versteckt in dunklen Spalten, Ritzen oder hinter Fußleisten und losen Tapeten. Nachts gehen sie auf Futtersuche. Sie fressen bevorzugt stärke- und zuckerhaltige Stoffe wie Zucker, Mehl und sogar Leim von Büchern oder Tapeten. Auch proteinhaltige Nahrung wie tote Insekten, Hautschuppen oder ihre eigene, abgestreifte Haut und Textilien wie Baumwolle, Leinen und Seide werden nicht verschmäht. Silberfischchen können jedoch auch mehrere Monate hungern, ohne Schaden zu nehmen. Man kann Silberfischchen daran erkennen, dass sie sich bei Einschalten des Lichtes sofort unter Matten oder in Ritzen verstecken.

Silberfischchen erzeugen oft Ekel 

Silberfischchen rufen bei vielen Menschen ein unbehagliches Gefühl hervor, wenn sie in Badewannen oder Waschbecken oder an ähnlichen Orten aufgefunden werden. Meistens sind Silberfischchen bei der Wassersuche in der Wanne oder im Becken gelandet und kommen dann nicht mehr hinaus. Silberfischchen sind also feuchtigkeitsliebende Tiere, die häufig im Zusammenhang mit Wasserschäden oder durch Restfeuchte in Neubauten vorkommen. Begünstigt wird das Vorkommen von Silberfischchen auch durch Lüftungsfehlverhalten oder mangelhafte Entlüftungsmöglichkeiten. Sie fressen an etikettierten Schachteln, geklebten Tüten und Tapetenkleister. Silberfischchen nagen auch an Papier, das mit Mehlkleister oder tierischem Leim geklebt ist. So können Silberfischchen an Büchern, Bildern, Tapeten, Zeichnungen und Dokumenten Schäden anrichten. Auch Briefmarkensammlungen und Aktenarchive sind beim Auftreten von Silberfischchen gefährdet.

Restfeuchte und schlechtes Lüftungsverhalten

Nach Wasserschäden kann durch die Restfeuchte ein Befall auftreten. Ebenso existiert oft noch eine gewisse Restfeuchte in den noch nicht ausgetrockneten Wänden von Neubauten. Auch in der Nähe von durch Schimmel befallenen Stellen sollte man auf das Auftreten von Silberfischchen achten. Besteht in Räumen ständig eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, ist das Vorkommen von Silberfischchen ebenfalls wahrscheinlich. Mit bloßem Auge sind die Tiere schwer zu erkennen. Befallshinweise ergeben sich oftmals indirekt über bestehende Fraßspuren, z.B. an Tapeten oder angefressenen Kartonagen.

Luftfeuchtigkeit herabsetzen und Insektizide in Ritzen und Spalten

Bei punktuellem Auftreten von Silberfischchen kommen insektizide Sprays oder Gele in Ritzen und Spalten und bei Fußleisten zum Einsatz. Ebenso möglich ist die Silberfischchenbekämpfung mit Stäubepräparaten, die in den erwähnten Schlupfwinkeln gute Bekämpfungserfolge gegen Silberfischchen erbringen. Allerdings wird die Wirkung des Staubes ab einer Luftfeuchtigkeit oberhalb von 60 % zunehmend beeinträchtigt. Durch visuelle Kontrollen und spezielle Klebefallen, sog. Monitorfallen, kann geprüft werden, ob die Bekämpfung der Silberfischchen erfolgreich war. Um einen dauerhaften Bekämpfungserfolg sicherzustellen, sollte versucht werden, die Luftfeuchtigkeit in den betroffenen Bereichen dauerhaft auf einem niedrigeren Stand zu halten. Dies kann durch eine gute Belüftung und ausreichendes Heizen im Winter erreicht werden. Beim Lüften empfiehlt es sich, mehrmals pro Tag für kurze Zeit alle Fenster zu öffnen (Stoss- oder Querlüften). Dauernd offene Kippfenster sind vor allem im Winter ungünstig. Das Verfugen von Ritzen und Spalten nimmt den Silberfischchen die am Tag benötigten Schlupfwinkel. Vermeiden Sie Teppichböden im Badezimmer. Regelmäßiges Staubsaugen in dunklen Schlupfwinkel kann vorhandene Populationen reduzieren. Wenn Silberfischchen im Küchenbereich vorkommen, sollten stärke- und zuckerhaltige Nahrungsmittel dicht verpackt aufbewahrt werden. Wertvolle Dokumente, Bücher, Bilder, usw. sollten trocken gelagert werden. Silberfischchen können sich auch auf Flachdächern aufhalten und immer wieder in Wohnungen eindringen. Vogelnester sind bevorzugte Aufenthaltsorte für Silberfischchen aber auch für weitere Schädlinge. Das Entfernen von leeren Vogelnestern am Haus ist daher eine zu empfehlende präventive Maßnahme.