Kammerjäger gegen Mäuse und Ratten

Nagerbekämpfung: Ratten und Mäuse

Gefährdungspotenzial von Schadnagern: Schadnager wie Ratten und Mäuse können erhebliche Vorrats- und Materialschäden verursachen und schwere Krankheiten für Menschen und Tiere übertragen. Probleme entstehen durch Fraß, aber vor allem durch die Verunreinigung mit Kot und Urin. Ratten und Mäuse können sich unter günstigen Bedingungen schnell vermehren. Bei akutem Befall sollte daher umgehend mit der Bekämpfung begonnen werden.

Ablauf einer professionellen Nagerbekämpfung:

  1. Befallsermittlung und Auffinden der Befallsorte
  2. Auswahl von Bekämpfungsmethoden und Präparaten
  3. Durchführung der Bekämpfung (Erstbehandlung)
  4. Erfolgskontrolle und weitere Maßnahmen (Nachbehandlungen)
  5. Dokumentation

Erstbehandlung: Es werden Köderstellen in Bereichen mit sichtbarer Ratten- oder Mäuseaktivität angelegt (Kotreste, Urinspuren, Laufwege, Nageschäden z.B. an Türen, Bauten). Giftköder werden grundsätzlich verdeckt und zugriffssicher ausgelegt, z.B. in Köderstationen (Pappe, Kunststoff oder Metall). Es erfolgt eine Befestigung des Köders, um ein Verschleppen zu verhindern und um Nutz-, Haustiere und andere Nichtzielorganismen vor versehentlicher Aufnahme zu schützen. Rodentizide Köder dürfen nicht ohne Schutzhandschuhe berührt werden. Die Köderstellen werden mit Warnhinweisen gekennzeichnet. Unter Umständen kommen auch Pastenköder, Schaumpräparate und mit ungiftigem Köder bestückte Schlagfallen zum Einsatz, die regelmäßig kontrolliert und im Falle eines Fanges wieder aktiviert werden.

Erste Nachbehandlung nach ca. 5-7 Tagen: Die Köderstellen werden kontrolliert. Verzehrte Ködermengen werden nachgelegt und nicht angenommene Köderstellen werden in aktive Bereiche verlegt. Unbrauchbar gewordene Köder sowie verendete Nager werden sicher entfernt und fachgerecht entsorgt.

Weitere Nachbehandlung(en) im Abstand von ca. 7 Tagen: Wiederholung der zuvor beschriebenen Kontrollmaßnahme. Bei starkem Befall oder Köderscheu können mehrere Nachbehandlungen notwendig werden. Die Bekämpfung ist abgeschlossen, wenn keine Köder mehr angenommen werden und keine neuen Spuren von Ratten und Mäusen festzustellen sind. Andernfalls müssen weiterhin Köder nachgelegt werden.

Nach erfolgreicher Bekämpfung: Köderstellen können nun mit Handschuhen gesäubert werden (Infektionsgefahr). Ratten scheuen Neuartiges (Neophopbie), entfernen und reinigen Sie deshalb erst nach dem Abschluss der Bekämpfungsmaßnahme die Verstecke und Aufenthaltsorte der Nager. Bei einem Mäusebefall können Reinigungsmaßnahmen schon früher eingeleitet werden: Mäuse sind weniger misstrauisch, eher neugierig.